Der Barbaratag 2018

Barbaratag_2018-Scharfenberg-7Wieder einmal wurde traditionell am 4. Dezember der Barbaratag zum Anlass für eine Führung zum Krüßmann-Arboretum genommen – und natürlich zum Schneiden der beliebten Barbarazweige.

An der ersten Station des Rundgangs, in der Nähe des Papellrondells, konnten wir die zartrosa Blüten einer Winterkirsche, Prunus Autumnalis, bewundern, die bei milden Temperaturen tatsächlich im November/Dezember nochmals blüht. Hier erläuterte Dr. Patrick Knopf zur Einführung zunächst anschaulich die Überlieferungen zum Leben der Heiligen Barbara. Anschließend ging es weiter zur Stoffregenallee und in das Krüßmann-Arboretum mit seinen zahlreichen, in den letzten Jahren neu gepflanzten Kirschbäumen an der kleinen Talwiese bzw. Krokuswiese. Hier erfuhren wir warum die Krokuswiese dieses Jahr bei weitem nicht so eindrucksvoll aufblühen konnte, wie im Jahr zuvor: die erste Wärme des Frühjahrs ließ die Krokusse austreiben und die ersten Knospen schauten hervor. Im März jedoch wurde es noch einmal richtig kalt mit Minus-Temperaturen und dazu kam ein solch starker Wind auf, dass selbst die normalerweise gut gegen Kälte gerüsteten Krokusblüten diesem eisigen Wind nicht alle standhalten konnten. Leider erfroren dabei zu viele Knospen.

An verschiedenen Stellen machte Dr. Knopf Halt und erklärte viele interessante Einzelheiten, beispielsweise wie man die Früchte der Zieräpfel von denen der Kirsche unterscheiden kann. In der Nähe des Hauptweges zeigte er uns ein Ebenholzgewächs, einen Verwandten der Kaki, das zur Zeit tiefdunkel-bläuliche Früchte trägt, die wir auch probieren konnten – wenn man sich nicht gerade von Dr. Knopf's Beschreibung des Geschmacks dieser Früchte hat abbringen lassen: »Schmeckt wie nasse Katze, die unter'm Gaumen klebt.« (Ganz so schlimm schmeckten sie nicht, aber im »Abgang« doch recht trocken.)

Über den Hauptweg entlang ging es vorbei an der Baustelle des neuen Kiosk. Das alte Häuschen wurde abgerissen und ein neues entsteht gerade – im Grundriss in der Form eines Blattes. Der neue Kiosk wird zukünftig mit allen technischen Voraussetzungen ausgestattet sein, die heutzutage notwendig sind.

Gegenüber des großen Weihers hatten die Gärtner des Botanischen Gartens für die Besucher-Gruppe reichlich Kirschbaumäste bereit gelegt und fleißig und gerne wurden diese für die eigene Vase zu Hause geschnitten. Wer wollte konnte sich auf dem Rückweg zum Bildungsforum auch von den Forsythienbüschen am Betriebshof weitere Zweige schneiden. Ein Tipp von Stefan Sirigu, Gärtnermeister im Botanischen Garten Rombergpark, der ebenfalls die Gruppe begleitete und für Auskünfte zur Verfügung stand: Die Zweige zu Hause nochmal schräg anschneiden (wie bei Rosen), noch einige Tage in der Vase im Kühlen stehen lassen (z. B. Balkon), dann in's warme Wohnzimmer holen und alle 2 Tage das Wasser wechseln. Hoffentlich klappt's mit der Blüte bis Weihnachten!

Danach ging es zum Aufwärmen und Plaudern wieder an's Bildungsforum, wo schon der Glühwein, Kaffee, Tee und Schmalzbrote auf uns warteten. |Sa