Orchideenausstellung in neuem Gewand

Zauberhafte Orchideen in den Pflanzenschauhäusern

   
Fotos: M. Scharfenberg
Wer Ende Januar die Orchideenausstellung in den Pflanzenschauhäusern des Botanischen Gartens Rombergpark besuchen wollte, dem begegnete gleich nach dem Eintritt in das Sukkulentenhaus der Frühling in Form von üppig blühenden Primeln, indischen Azaleen, japanischen Kamelien oder bunten Hyazinthen. Ein Frühlingsgruß mitten im Winter, der schon mit Beginn des neuen Jahres auf den Veranstaltungsreigen einstimmen sollte.
In den weiteren Häusern wie Kohlehaus, Warmhaus und Tasmanienhaus jedoch wurde der Besucher mit zahlreichen Orchideen der verschiedensten Arten und Sorten konfrontiert, die sowohl in Bodennähe als auch in den Vitrinen oder über den Köpfen in Bäumen und Sträuchern geschickt eingebunden und drapiert waren. Besonders die vielfältigen Wildorchideen in Größenordnungen von Stecknadelkopfgrößen bis Kinderhandgroßen, üppigen oder grazilen Blütenformen lockten diesmal nach dem verregneten Samstag am darauf folgenden Sonntag Hunderte von Besuchern an. Sie wurden nicht enttäuscht. Mit ca. 25.000 Arten sind die Orchideen die wohl größte Pflanzenfamilie auf unserem Planeten. Und für viele Menschen haben Orchideen neben ihrer vordergründigen Schönheit nach wie vor den Nimbus des Edlen, des Kostbaren, Fremdartigen, auch Geheimnisvollen. Immerhin waren hier im Botanischen Garten 140 verschiedene Arten zu entdecken, an Bäumen, Ästen, in Vitrinen und natürlich am Stand des Orchideenzüchters Röllke aus Holte-Stukenbrock, seit vielen Jahren Partner des Botanischen Gartens. Hier kamen die Orchideenliebhaber auf ihre Kosten. Viele Fragen rund um die Orchideen wurden gestellt – und geduldig beantwortet. Natürlich wurden seitens der Orchideenliebhaber auch die persönlichen Bestände aufgefüllt und Orchideenschätze aus der gesamten Welt finden nun ihre neue Heimat an den dafür geeigneten Fenstern in schon vorhandenen Beständen. Dabei sind es durchaus nicht nur die am häufigsten zu sehenden Phalaenopsis, sondern die „echten“ Liebhaber konzentrieren sich gern auch auf einen Frauenschuh (Paphiopedilum), eine großblütige Cattleya oder auch auf die filigran blühende Brassia. So bietet die diesjährige Orchideenausstellung nicht nur den Schaulustigen so manchen Leckerbissen, sondern auch die Fotografen haben wieder Gelegenheit die Welt der Orchideen, Kakteen oder Bromelien zu sich ins Heimkino zu holen.
Und dann gabs da auch noch als zusätzliches Motiv die Geschichte der Paranuß. Die wurde von Dr. P. Knopf immer wieder aufs neue geschildert und begeisterte Besucher erfuhren so von dem Werden und Wachsen einer ganz besonderen exotischen Frucht, die im wahrsten Sinne des Wortes nur sehr schwer zu knacken ist.
Der Freundeskreis des Botanischen Gartens Rombergpark hat auch diese Ausstellung wieder mit 2500,- € unterstützt.    
Sie ist noch bis Ende März zu erleben.

Und wer schon zum Orchideenfan geworden ist, aber auch noch Unterstützung benötigt, z.B. beim Umpflanzen, der kann seine Schätze am 20. März von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr mit in die Pflanzenschauhäuser bringen. Dort erfährt er praktisch wie das Umtopfen problemlos geschieht.