Kirschblütenzweige zum Barabaratag

In wenigen Wochen werden sie erblühen - die Kirschblüten vom Barbaratag

Das Wetter konnten sich die Besucher nicht aussuchen, wohl aber die vom Botanischen Garten bereit gelegten Blütenzweige.
Zunächst aber wurde von den Teilnehmern schnell akzeptiert, dass die Veranstaltung vom Vorsitzenden des Freundeskreises, E. Hoffmann anstelle des kurzfristig erkrankten Parkleiters Dr. P. Knopf geführt wurde.
Hoffmann schilderte zunächst die Historie um die Heilige Barbara von Nikomedien, Schutzherrin der Bergleute, der Jäger, der Gefangenen und vieler anderer Instititutionen. Ihr Leidensweg begann am Ende des 3. Jahrhunderts in Nikomedia, dem heutigen Izmir in der Türkei. Sie wandte sich einer Gruppe junger Christen zu und lernte dort das Evangelium kennen. Jedoch der Vater erhielt Kenntnis von ihren Interessen und sperrte sie in ein Verlies. Beim Transport nach dort, verfing sich der Sage nach ein Blütenzweig in ihrem Kleid, den sie im Gefängnis mit dem wenigen Trinkwasser benetzte und der dann nach einigen Wochen zu blühen begann. Doch leider bewirkte die Blüte im Denken ihres Vaters keinerlei Veränderung, der sie nach vielen Torturen schließlich mit dem eigenen Schwert tötete. Er selbst erstarrte zu Stein.
Die Führung, mit dem Ziel auch im Spätherbst viele Blütensträucher zu entdecken, wenn auch mit verschlossenen Knospen, führte über den vor 2 Jahren angelegten Fußweg hinüber zum alten Botanischen Schulgarten, vorbei am Pappelrondell und dem Loki-Schmidt-Garten. Hier wurde ausführlich informiert über den derzeitigen Stand und auf das 20-jährige Bestehen im nächsten Jahr hingewiesen. Durch das Primeltal hinauf zu den Persischen Eisenholzbäumen, deren winzige rote Blütenknospen schon zu erkennen waren, Durch das Nosearboretum mit den zahlreichen Jungbäumen (Zukunftsbäume) gelangte man zur Stoffregenallee, deren Ursprung aus dem Jahr 1930 stammt, heute aber mit der zweiten Generation der japan. Zierkirschen bepflanzt ist, Von der "Kanzel" am Ende der Allee öffnet sich der Blick in das Tal des Krüssmannarboretums, dessen Seite zum Café Orchidee hin vor 2 Jahren mit zahlreichen neuen Zierkirschen bepflanzt wurde.
Der Rückweg war vorprogrammiert durch das von fleißigen Helfern des Freundeskreises bereitgestellte Angebot an Glühwein, Schmalzbroten und zusätzlich Keksen von Frau Bomm, wobei das nun fällige Schneiden der Kirschblütenzweige ebenfalls eine wichtige Rolle spielte.
Ein schöner Barbaratag ging mit fröhlichen und guten Wünschen zur Weihnachtszeit zu Ende.
 
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