Jahresauftakt

Der Jahresauftakt fand mit großem Interesse aus aktuellem Anlass am 19. Januar 2013 statt.

Die "Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark e.V." schafften es auch diesmal wieder anläßlich ihres Jahresempfangs den Saal der Kathol. Kirchengemeinde Brünninghausen bis auf den letzten Platz mit Mitgliedern des Vereins sowie Gästen aus Politik, Verwaltung und anderen Organisationen zu füllen. Schon das Thema der Einladung " Wie geht es weiter mit den zeithistorischen Relikten von Haus und Gut Brünninghausen?" mit der Preisträgerin des "Dr.Hinrich-Höfker-Preies 2012",  (s.u.) Stadtarchäologin Dr. Henriette Brink-Kloke, ließ viele Interessenten aufhorchen.

Foto: Prof. Dr. W. Neuhaus, Dortmund

Mit der Begrüßung der Gäste verband E. Hoffmann vom Freundeskreis eine bebilderte Vorschau auf die Historie von Haus und Gut Brünninghausen und begann dabei mit dem vor rund 500 Jahren bereits existierenden Wasserschloss mit den verschiedenen Besitzern, den Um- und Neubauten, der Zerstörung im 2. Weltkrieg , dem endgültigen Abriß der Ruinen bis zu den aktuellen Ausgrabungen aufgrund der Renaturierung des Emscherzuflusses Schondelle. Die Darstellung mündete in die Frage an die herzlich begrüßte Stadtarchäologin, Frau Dr. Brink-Kloke: Wie geht es weiter?
Die Referentin berichtete zunächst von den Anfängen der Ausgrabungen, die aufgrund der Renaturierung der Schondelle im Rahmen des Emscher-Projektes notwendig geworden seien. Je weiter man damit gekommen sei, desto deutlicher sei geworden, dass nicht nur die Reste des Hauses Brünninghausen (nicht Schloss Romberg, wie vielfach ausgedrückt), sondern auch solche aus der Zeit vor 500 Jahren, also aus der Zeit des ursprünglichen Wasserschlosses zum Vorschein kamen. Aus den spannenden Ausführungen konnten die aufmerksamen Gäste entnehmen, dass nunmehr ein Punkt erreicht sei, wo auch die Frage nach dem weiteren Verbleib, nach dem Erhalt, nach der Konservierung der Relikte zu stellen sei. Aus ihren Erfahrungen bei den Ausgrabungen an der Hörder Burg könne man durchaus das Ziel formulieren, auch hier im Rombergpark sich der Geschichte bewußt zu werden und die historischen Zeitzeugen zu erhalten, meinte die Referentin. Großer Applaus unterstützte die interessanten Ausführungen.
Die nachfolgende Diskussion war nicht nur sehr intensiv, aus ihr ging in zahlreichen Redebeiträgen eindeutig die Forderung nach Unterstützung dieser Idee hervor. Häufig wurde die Forderung nach einer sinnvollen Nutzung des Gesamtareals "Haus Brünninghausen" und "Gutshof Brünninghausen" als gemeinsames Projekt mit Einbindung einer passenden Gastronomie im Stile eines Landgasthauses mit Restaurant und Hotel gestellt. Ein Gedanke, den der Freundeskreis vor 2 Jahren bereits anläßlich der Diskussion um den sagenhaften Investor geäußert hatte.
Man darf gespannt sein, ob die Stadtverwaltung sich dieses Themas verantwortlich annimmt und der Öffentlichkeit Gehör schenkt. Die Situation duldet keinen Aufschub, wenn man nicht in einigen Monaten vor einem Haufen zerbröselnder Steine stehen will.