Jahresauftakt 2012

Jahresauftakt 2012 begeistert die Gäste

 

 
Wieder waren zahlreiche Gäste der Einladung des Freundeskreises zum mittlerweile traditionellen "Jahresauftakt" gefolgt. Man freute sich über die Präsenz aus Politik und Verwaltung und nicht zuletzt über den Besuch der verschiedenen Institutionen wie proKultur, Naturkundemuseum, Schulbiologie, sowie Vertreter verschiedener Vereine. An festlich dekorierten Tischen wurden eifrig Meinungen ausgetauscht und mit zwei ersten musikalischen Ständchen setzte das "SechsCant-Sextett" unter der Leitung von Benjamin Dorok akkustische Höhepunkte, gefolgt von Frau Denecke, die mit einem Gedicht von Erich Kästner über den zu erwartenden Frühling brillierte, das nach einem weiteren musikalischen Intermezzo zu dem Hauptthema des Nachmittags führte: "Die Brücke zwischen Naturwissenschaften und Botanik".
In der Einleitung unter der Überschrift "Der Freundeskreis - auch ein naturwissenschaftlicher Verein?" nahm Eberhard Hoffmann anstelle des erkrankten Dr. Günter Spranke den Faden wieder auf, der vor einem Jahr mit dem Thema "200 Jahre Dortmunder Grün" aufgespult wurde. Im Zusammenhang mit den in diesem Jahr anstehenden Jubiläen des "Naturwissenschaftlichen Vereins - 125 Jahre", des "Naturkundemuseums - 100 Jahre" und des "Botanischen Gartens - 125 Jahre "   ( an der Beurhausstraße ) wurden die verschiedenen Entwicklungsstufen geschildert. Sie führten über das erste Grab auf dem Westentotenhof, in dem einer der Vorfahren der Dortmunder Brauereigründer Thier bestattet war, zur heutigen Thiergallerie, setzte sich fort über Gisbert von Romberg und dessen Geschichte und Taten, und hin zur Entwicklung und Förderung der Naturwissenschaften durch den im Jahr 1887 gegründeten "Naturwissenschaftlichen Verein", der auch das 25 Jahre später gegründete "Naturkundemuseum" förderte.
Den zweiten Teil des Vortrages bestritt Dr. Oliver Adrian, der das "Naturkundemuseum" in seiner derzeitigen Situation vorstellte und auf die bevorstehenden Veränderungen im Jubiläumsjahr hinwies. In seinen Schilderungen ging er zunächst auf die Entstehung und die Entwicklung des Naturkundemuseums ein seit der Gründung des "Naturwissenschaftlichen Vereins" im Jahre 1887. Prof. Weinert wurde eine der treibenden Kräfte, als es darum ging, ein erstes Museum für Naturkunde zu errichten, was schließlich im Jahre 1912 im Haus Nr. 25 in der Viktoriastraße gelang. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten mit Namen wie Schmieding, Höfker, Frank, Rulf u.a. markierten die weitere intensive Entwicklung bis zum heutigen Zeitpunkt. Und wieder sind Umbauten und Erweiterungen geplant. Dr. Adrian ging abschließend auf die Gespräche mit den Vertretern des Freundeskreises Botanischer Garten Rombergpark ein, bei denen zahlreiche gemeinsame Interessen festgestellt wurden und freute sich auf eine zukünftige intensive und kooperative Zusammenarbeit. Hierzu sollen lt. H. Hoffmann vom Freundeskreis weitere Institutionen wie das Schulbiologische Zentrum, oder auch Vereine wie die Staudenfreunde, die Kakteefreunde u.a. eingeladen werden. Dr. Adrian lud im Namen des Museums die Gäste herzlich zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des Naturkundemuseums am 13. Mai 2012 ein. Großer Applaus dankte den beiden Rednern und diesem folgte wiederum die Einladung des Freundeskreises zu Kaffee und Kuchen.

    

Fotos: G. Büchner, Waltrop

 

Unter den zahlreichen Gästen aus Verein, Politik und Verwaltung war auch der frühere Leiter des Botanischen Gartens und Ehrenmitglied des Vereins, Dr. Otto Bünemann ein gern gesehener und für Gespräche gesuchter Gast.

 

 

 

Der offizielle Teil der Veranstaltung wurde von Frau Marie-Christine Torre mit zwei großartigen Gesangsvorträgen beendet. Jedoch die intensiven Gespräche zwischen den Gästen dauerten an und zeigten einmal mehr die Notwendigkeit kooperativer Zusammenarbeit zwischen Fördervereinen und Institutionen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Die Brücke war aufgebaut.