Führung "Herbstfärbung" mit über 40 Besuchern

Führung zum Thema "Herbstfärbung".


Parkleiter Heribert Reif konnte am 28. Oktober mehr als 40 interessierte Besucher begrüßen und zu einem illustren und informationsreichen Rundgang einladen. Der Botanische Garten hatte sich mit einem seiner schönsten Kleider geschmückt und man konnte erfahren, warum dieser sich alljährlich wiederholende Farbwechsel in der Natur stattfindet.
Aus www.hauenstein.de  : Die laubabwerfenden Gehölze bilden im Herbst eine besondere Trennschicht zwischen dem Zweig und dem Blattstiel. Das passiert nicht plötzlich, sondern geht langsam vonstatten. Somit wird die Feuchtigkeitszufuhr (Saftstrom) nicht sofort unterbrochen. Während dieser Phase zieht die Pflanze die "lebenden" Teile des Blattes sowie die für sie wertvollen Aufbaustoffe zurück und lagert sie im Holz ein. Zurück bleiben verschiedene Stoffe, welche die Herbstfärbung verursachen. Z. B. sind die Xanthophylle und die Karotine für die gelben und orangefarbenen Tönungen verantwortlich. Die roten Pigmente verursacht das Anthocyan, welches im Herbst durch Stoffwechseländerungen im Blatt entstehen. Die Neigung zur Herbstfärbung ist genetisch festgelegt. Pflanzen, welche immer grüne Blätter abwerfen, lassen sich durch noch so günstige Bedingungen zu keiner spektakulären Herbstfärbung verleiten.
Interessant ist, dass der Laubfall bei Fraxinus (Esche), Fagus (Buche) und Carpinus (Hainbuche) stehts an der Spitze der Zweige beginnt. Bei Salix (Weide), Tilia (Linde) und Populus (Pappel) hingegen immer nahe am Stamm.

  
Zahlreiche Besucher                                         Die Rotbuche ( Fagus sylvatica L) am Hauptweg.                 Auf der Lindenallee

 

                                                                            Blatt des Tulpenbaumes (Liriodendron tulipifera),
                                                                            das Symbol des Botanischen Gartens und des
                                                                            Freundeskreises.
Fotos: E. Hoffmann, Dortmund