Buchen in Gefahr

Buchen in Gefahr

Eine Exkursion mit Greenpeace durch das geografische Arboretum des Botanischen Gartens

Ca. 50 Besucher folgten am 29. April dem Aufruf von Greenpeace zu einer Führung im Botanischen Garten Rombergpark. Schwerpunkt der Führung mit Parkleiter Heribert Reif war die besorgniser-regende Situation der Buchen und hier wurde dem interessierten Publikum am Beispiel der Rotbuche die Situation näher gebracht.
Frau Vera Hänel von Greenpeace hat die Führung wie folgt zusammen gefasst:
Was sich so simpel anhört, war bei der Führung eine mit Anekdoten gespickte Geschichte rund um den Botanischen Garten, wo die alten Buchen seit mehr als 200 Jahren stehen.
Am Ende konnte das älteste der Prachtexemplare selbst gemessen werden: 350 cm hat die Buche im Umfang. Sie soll die stattlichste in NRW sein- und das in einem Parkwald und nicht in einem Waldsystem. Von solchen Methusalems der Botanik braucht Deutschland mehr.
Stoppt die Säge - schützt die alten Buchen - das ist der Leitsatz der Greenpeacekampagne, die ein Buchenwälder-Verbundsystem und eine Einschlagmoratorium der alten Buchen im Waldsystem (>140 Jahre) fordert, zugunsten der Artenvielfalt (ca. 6000 Arten sind in einem alten Buchenwaldsystem zu finden), des Klimas und für den Menschen derzeitiger und kommender Generationen. Die Kampagne basiert auf dem Artenschutzabkommen in Rio 1992 und ist die Konsequenz der noch nicht geleisteten Arbeit der Bundesregierung, die 2007 beschloß, 10% der öffentlichen Wälder unter Schutz zu stellen, um die Artenvielfalt in Deutschland nach vorne zu bringen. Greenpeace Deutschland hat der Bundesregierung 2011 ein Konzept vorgelegt, wie es funktionieren kann, dass bis 2020 ein Buchenwälderverbundsystem entstehen kann.
Weitere Informationen unter www.greenpeace.de

Parkleiter H.Reif erläutert
die Situation
des Buchenbestandes

Schloßteich und alter Buchenbestand Die dickste Buche in NRW ?

Fotos: Vera Hänel, Greenpeace und E.Hoffmann, Dortmund