Botanik = Pflanzenkunde

… ist die Wissenschaft von den Pflanzen und Teil der Biologie.

Die Pflanzensystematik bemüht sich, das Pflanzenreich aufgrund natürlicher Verwandtschafts-Zusammenhänge zu ordnen. Die Pflanzenökologie untersucht die Umweltbeziehungen der Pflanzen sowie ihre Anpassung an bestimmte Lebensräume. Ein botanischer Garten ist eine Anlage zur Kultivierung seltener oder exotischer Pflanzen im Freiland und in Gewächshäusern für Forschung und Lehre in Botanik, Land- und Forstwirtschaft, Medizin und Gartenbau. Die botanischen Gärten in Deutschland kultivieren über 50.000 verschiedene Pflanzenarten. Das sind 20 % der auf unserer Erde bekannten Arten und ein Mehrfaches der rund 3.100 in Deutschland wildwachsenden Pflanzenarten. Es gibt ca. 90 Botanische Gärten in Deutschland. Sie sind wichtige Partner der weltweit ca. 1700 Botanischen Gärten. Selbstverständlich bilden Botanische Gärten auch aus und zwar in unterschiedlichen Schwerpunkten. Hier gibt es Adressen und Links auf der Internet-Seite des Verbandes der Botanischen Gärten: www.biologie.uni-ulm.de/verband.

Botanische Gärten erfüllen viele Funktionen. Sie sind Erholungsraum für Jung und Alt, dienen als Lehr- und Bildungsstätte für Studierende, für Schulen und Kindergärten. Ausserdem kultivieren sie Pflanzen für die Forschung oder selbst sind sie an der Forschung beteiligt. Botanische Gärten sind auch im Naturschutz aktiv. Letzteres wird in besonderer Weise bei uns im Loki-Schmidt-Garten dokumentiert. Botanische Gärten erhalten vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten in Kultur und können so für die Wiedereinbürgerung oder Bestandsstützung in der Natur Pflanzen und Samen bereitstellen. Dies kann eine entscheidende Ergänzung zu dem wichtigsten Ziel des Artenschutzes sein, der Erhaltung wildlebender Populationen. In der Nutzung vieler Pflanzen, z.B. bei den Heilkräutern liegt ein mittlerweile auch in der Medizin und in der Öffentlichkeit zunehmender Gewinn für den Menschen. In Deutschland sind aktuell über 100 Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Manche davon in anderen Ländern noch häufiger, aber einige Arten gibt es nur (noch) bei uns. Für ihr Überleben ist Deutschland also in besonderem Maße verantwortlich. Die deutschen Botanischen Gärten kümmern sich in einem kooperativen Projekt um ihre Erhaltung in Kultur. Auch der Botanische Garten Rombergpark muss wieder in verstärktem Maße daran mitwirken können!

Textausschnitte: Flyer des Verbandes Botanischer Gärten e.V.