Eröffnung des Lehrbienenstandes und Führung zu Blütengehölzen am 1. Mai

Der Wert von Honig und anderen Bienenprodukten ( wie z.B. Wachs ) ist nur ein kleiner Bruchteil des  Gesamtnutzens der Bienenhaltung. Weitaus größer ist der Wert ihrer Bestäubungsleistung und ihr Beitrag zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts.Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte übernehmen die Bienen ganz nebenbei auch deren überlebenswichtige Bestäubung - Voraussetzung für einen ausreichenden Fruchtansatz. Voraussetzung wiederum für diesen Prozess ist die partnerschaftliche Leistung der Pflanzen ( siehe auch Dr. A. Fossel). Die Pflasnze bietet für die Bienen verschiedene Dienste an um sie zur Bestäubung anzulocken. Das wichtigste Angebot ist Nahrung für die Bienen. Nektar liefert den Rohstoff für den Honig. Er ist die Energienahrung für die Bienen. Er ist der Treibstoff zum Fliegen und Heizen des Nestes. Der Pollen dient den Bienen zur Eiweiß- und Fettversorgung der Brut. Nahrung und Duft sind die in der Regel von der Pflanze an ihre Bestäuber verabreichten "Gastgeschenke" - sozusagen eine Belohnung für die vollbrachte Bestäubungsleistung.

Die "Zusammenarbeit" von Bienen und Pflanzen - unter der hegenden Hand der Imkereien - ist also für alle Seiten äußerst fruchtbar. So unterstützen wir mit jedem Glas Honig, das wir unserer Gesundheit zuliebe konsumieren, gleichzeitig unsere heimische Natur und Umwelt. (Aus "Goldene Wabe")

Wer am 1. Mai morgens um  
10.00 Uhr den Botanischen Garten aufsuchte und hinauf  zum Bienenlehrstand ging, wunderte sich ob der emsigen Betriebsamkeit innerhalb und außerhalb des Lehrstandes. 

   
Imker und Freunde hatten sich am Lehrbienenstand eingefunden und wurden mit Kaffe und Kuchen begrüßt.         Heribert Reif, Leiter des Botanischen Gartens, konnte ca. 30 Besucher zur Führung begrüßen.           Zahlreiche Besucher, zumeist Mitglieder der Dortmunder
Imkergruppe im Deutschen Imkerbund feierten dort die Eröffnung der "Bienensaison".            
Ziel der Führung bildeten die zahlreichen blühenden Sträucher und Gehölze, die den Bienen jetzt als Ziel dienen. Dazu gab es Hinweise auf die Eigenarten und die Duftnoten, denen die Insekten zielsicher folgen.
     
Am Beispiel des giftigen Aronstabs wurde demonstriert, dass Insekten, durch den Aasgeruch der Blüte angelockt, in eine tödliche Falle geraten können, weil sie sich im Innern der klebrigen Blüte kaum noch befreien können. Jedoch die Bestäubung ist durch den Kontakt vollzogen. 
Die Mahonie (undulata aqifolium) mit ihren prächtigen gelben Blüten lockt die Bienen intensivst an.
 
     
Die Azaleen sind bereits vielfach in voller Blüte. Die blaue trifft man nicht sehr häufig an. Bei uns im Botanischen Garten jedoch findet man zahlreiche Arten und Gewächse, die in anderen Parks nicht zu sehen sind.

Nach der Führung kehren wir zurück zum Bienenlehrstand, wo der 1. Vorsitzende gerade eine Rede an seine Mitglieder hält.

Übrigens: Wer mehr über die Zusammenhänge Biene und Umwelt wissen möchte, sollte sich informieren in dem Buch von Dr. Annemarie Fossel "Bienen und Blumen".