Baumpflanzung im Nosearboretum - dem Denkmal im Denkmal

Ein schöner "denkwürdiger" Tag im Botanischen Garten Rombergpark

Wenn in einem 194 Jahre alten Park eines ehemaligen Adelsgeschlechtes von Romberg, in deren Auftrag von Maximilian Friedirch Weyhe, Hofgärtner aus Düsseldorf, einen englischen Landschaftspark formte und 1822 die bekannte Lindenallee schuf, der im Jahre 1926 nach vierjährigen Verhandlungen mit den Besitzern von der Stadt Dortmund erworben wurde und in den von
1927 - 1929 der ehemalige Botanische Schulgarten der Beurhaus- /Wilhelmstraße ( zwischendurch dann am Südwestfriedhof gelegen) integriert wurde, am Tag des Denkmals am 11. September 2016 erneut Spatenstiche zur Pflanzung neuer Gehölze erfolgten, dann hatte das schon einen ganz besonderen Charakter.
Dem Vorschlag des 1. Vorsitzenden E. Hoffmann folgend hatte die Denkmalsbehörde dieses geschichtsträchtige Denkmal ausgesucht zur Eröffnung des Denkmaltages, zu der
Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Rede hielt.
     
Besucher an der Tafel mit dem Plan       Die Gäste sind eingetroffen an der          Die Leiterin d. Denkmalsbehörde             OB U. Sierau bei  seiner                    Das Publikum applaudiert
von R. Nose aus dem jahr 1929.            Stoffregen-Allee                                      Svenja Schrickel, begrüßt die Gäste       Rede zum Denkmalstag in Dortmund 
So fing alles an......                                                        
   
Dr. G. Spranke, Ehrenvorsitzender des Freundeskreises, und Direktor Dr. P. Knopf unterhalten sich über
die Entstehung und Weiterentwicklung des Nosearboretums. Die Gäste freuen sich über die vielen interessanten Informationen.
   
Dann folgt die erste Baumpflanzung       Schon bald werden mit großer                         Auch MdB Thorsten Hoffmann (Rechts i. Bild)  Es macht offensichtlich großen Spaß
mit Planungsdezernent Ludger Wilde.     Begeisterung weitere Dutzende                       ist mit dabei das Nose-Arboretum                      einen Baum zu pflanzen, mit gärtnerischer
Gern dabei sind die Leiterin der               junger Bäume gepflanzt.                                  aufzurüsten.                                                       Hilfe aus dem Botan. Garten.
Denkmalsbehörde,Svenja Schrickel,                                                   
Dir. Dr. P. Knopf, Bezirksbürgermeister
Hans Semmler, der ehem. Parkleiter Dr. Otto Bünemann

und der 1. Vorsitzende des Freundeskreises E. Hoffmann.
    
Wer sich informieren wollte, konnte dies an den Ständen des Freundeskreises, der Denkmalsbehörde,                                 Was wäre ein Tag im Botanischen Garten ohne eine
des Nabu oder des Schulbiologischen Zentrums tun, währenddessen eifrig weiter gepflanzt wurde..                                    gehaltvolle Führung mit Dir. Dr. P. Knopf?

Fotos: A. Stedtler, G. Büchner, Chr. Göertz, B-M Lehn, E. Hoffmann

"Lulu's Salonkapelle" stimmte anfangs themenbezogen mit musikalischen Stücken aus früheren Jahrzehnten ein und erhielt großen Applaus.
Exakt 10 Jahre vor dieser denkwürdigen Pflanzung im Nose-Arboretum wurde der gesamte Botanische Garten unter Denkmalschutz gestellt und auch dieses Ereignis wurde am Rande erwähnt. Mit der "Unterschutzstellung" war damals auch der Wunsch und die Absicht verbunden, den Botanischen Garten zu erhalten.
Frau Svenja Schrickel betonte denn auch in Ihrer Begrüßung, dass mit dem Motto dieses Denkmaltages "Gemeinsam Denkmale erhalten" in diesem Jahr sich mehr als 40 Vereine engagieren und erwähnte dabei die besondere Arbeit des Freundeskreises im Botanischen Garten, gemeinsam mit dem Nabu, BUND, den Kakteenfreunden und den Mitarbeitern des Schulbiologischen Zentrums.

Auch OB Ullrich Sierau betonte in seiner Rede das ehrenamtliche Engagement der Vereine und verwies auf die Tatsache, dass insgesamt die Wertschätzung des Botanischen Gartens eine enorme Steigerung erfahren habe. Durch die z. Zt. in der Verwaltung stattfindenden Gespräche zur Erneuerung und Renovierung des ehemaligen Schloßgeländes sowie der benachbarten Gutshöfe sei auch hier eine positive Weiterentwicklung dieser großartigen Anlage in Dortmunds Süden zu erwarten, was auch für den Freundeskreis und dessen Wirken Bedeuting habe. Die Frage nach der Zahl der Mitglieder beantwortete Vorsitzender E. Hoffmann mit 504. Dann ginge es ja nun auf die 1000 zu meinte der OB schmunzelnd. Mit dem Hinweis auf die internationale Bekanntheit des Nose-Arboretums und die Führungen im Botanischen Garten sowie die Führungen mit Prof. W. Neuhaus am Gutshof wünschte er Besuchern und Akteuren zum Abschied ein herzliches "Glück auf".

Es folgte eine Darstellung der Entstehung und Entwicklung des Nose-Arboretums vom Ehrenvorsitzenden des Freundeskreises Dr. G. Spranke und dem Leiter des Botanischen Gartens Direktor Dr. P. Knopf. Beide wiesen auf die Wichtigkeit der Pflanzung junge neuer Gehölze in einer modernen, veränderten Pflanzensystematik hin. Ziel sei jedoch auch heute die wissenschftlichen Beobachtungen zum Verhalten der Bäume bezüglich meteorologischer und industrieeller Bedingungen in der heutigen Zeit. Das Sterben mancher "alter" Baumarten aufgrund von klimatischen Veränderungen sowie Umweltbelastungen wie z.B. Co2-Immissionen verlange eine Ausschau nach "geeigneten" neuen Arten z.B. aus Asien oder Nordamerika. Im Nose-Arboretum werde damit fortgesetzt, was der erste Leiter des Botanischen Gartens Richard Nose vor 94 Jahren begonnen habe. Dr. Knopf meinte, dass noch 1000 Bäume zu pflanzen seien, die ersten 224 davon stünden am heutigen Tag bereit. Die Hinweise auf die existierenden Systematiken der Pflanzen waren durch die aufgehängten verschiedenfarbigen Ballons erkennbar. Die ausführlichen Details waren denn auch in einem eigens zu dieser Thematik erstellten Flyer "Richard Nose und sein Arboretum" zu finden. Dr. Knopf lud zum  Mitmachen ein und Dr. Spranke lud ebenfalls ein, zur Mitgliedschaft im Freundeskreis.

Nach einer kurzen Pause folgten die Besucher dem Planungsdezernenten der Stadt, Ludger Wilde zur Pflanzung des ersten Baumes an diesem Tag. Unmittelbar daran an schlossen sich die zahlreichen froh gestimmten Besucher, Jung und Alt, unterstützt durch die motivierten Gärtner des Gartens.

Zum späteren Zeitpunkt fanden dann auch die Führungen statt, sowohl im Kakteenhaus, wie im Botanischen Garten und an den Gutshöfen.

Es war ein schöner Tag mit einem vollen Programm und die Atmosphäre entsprach dem Botanischen Garten: Einmalig schön!