Große Projekte stehen ins Haus - Dank der Dr. Gustav- Baukloh-Stiftung

Große und kleine Vorhaben gewinnen an Kontur.

Die Dr. Gustav Bauckloh Stiftung steht im Andenken an den im Jahre 1996 verstorbenen Dortmunder Arzt Dr. Gustav Bauckloh, dessen besonderes Interesse und Engagement dem Natur- und Tierschutz galt. Ziel des Naturschutzes ist es, Natur und Landschaft auf Grund ihres eigenen Wertes und als Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten. So steht es in der Homepage der Stiftung.

 Mit dem Beginn des Jahres 2017 hat die Stiftung dem  Freundeskreis insgesamt 30.000,-€ für Zwecke der Unterstützung des Botanischen Gartens bei der Realisierung von verschiedenen Projekten übermittelt.
Eines der beiden Projekte, die damit unterstützt werden bezieht sich auf die Schaffung einer spektakulären "Dünenlandschaft", auf einer Fläche von ca. 2400qm Fläche angelegt wird. Der Leiter des Botanischen Gartens, Direktor Dr.P. Knopf sagt dazu: Zu dieser wahrscheinlich größten Anlage ihrer Art in einer Großstadt wird ein neuer barrierefreier Zugang zum Botanischen Garten eingerichtet. Von diesem Zugang werden auch Patienten der Johanniterklinik am Rombergpark profitieren. Von dem geplanten Hauptweg aus wird es Verbindungen in die Heidemooranlage geben.

Das zweite Projekt bezieht sich auf das Geographische Arboretum.
Hierzu sagt Dr. Knopf: Die Geographische Abteilung des Botanischen Gartens Rombergpark umfasst etwa 18,2 ha und befindet sich östlich der Schondelle. Schon 1935 wurde mit den Planungen und ersten Pflanzungen begonnen. Ziel der Geographischen Abteilung ist die Darstellung von Wald- und Lebensgemeinschaften anderer Kontinente und Länder, und damit einhergehend die didaktische Vermittlung von Biodiversität, Pflanzengeographie, Natur- und Umweltschutz. Umfangreiche Erweiterungen wurden um 1970 vorgenommen. Heute umfasst die Geographische Abteilung Bäume und Sträucher nordamerikanischer, asiatischer und mitteleuropäischer Wälder.

Durch natürliche Prozesse des Pflanzenwachstums sind jedoch in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Gehölze abgestorben oder abgängig. Um die Geographische Abteilung für zukünftige Generationen zu erhalten müssen zeitnah Gehölze nachgepflanzt werden. Ferner ist eine Erweiterung der Pflanzungen um patagonische, kaukasische und kanadische Wälder geplant und teilweise schon begonnen. Dabei wird ein Fokus auf Arten liegen, welche an ihrem Heimatstandort im Begriff des Aussterbens stehen (z.B. Franklinia, Torreya, Oxydendrum oder Sassafras).
Da bisher keine bzw. nur wenige, sehr veraltete Informationstafeln vorhanden sind, sollen informierende Beschilderungen (DIN A0) für die einzelnen Waldformationen aufgestellt werden, die klimatische, geologische und floristisch-faunistische Inhalte vermitteln.

Die ersten Tonnen Sand sind bereits angeliefert und auch die Baupläne sind ausgearbeitet, sodass schon im Herbst mit den "deutlich sichtbar werdenden" Veränderungen im Botanischen Garten zu rechnen ist.

Schon an dieser Stelle sagt der Freundeskreis ein herzliches Danke schön an die Adresse der Baukloh-Stiftung.